Undine Eberlein

Leiberfahrung als vermittelte Unmittelbarkeit

 

Ausgehend von der sozialphilosophischen Frage nach möglichen Ressourcen des Eigensinns im globalisierten Kapitalismus möchte ich mich in meinem Vortrag dem Bereich von Körper bzw. Leib zuwenden.

Dazu scheinen mir heute insbesondere zwei philosophische Problematiken wichtig: Der sogenannte Poststrukturalismus und die Genderforschung thematisieren den Körper primär als soziokulturell konstruierten, als Produkt von Diskursen und Praktiken. Dagegen versucht die neuere Leibphänomenologie eine philosophische Explikation unserer je eigenen Leiberfahrung als unhintergehbare Grundlage jedes Weltbezugs.

In meiner Untersuchung der Leiberfahrung als »vermittelte Unmittelbarkeit« möchte ich Einsichten beider Richtungen unter anderem über Bourdieus Habitus-Konzept miteinander verbinden und zur Ausgangsfrage in Beziehung setzen.


MoMo-Vortrag am 05.02.2006



Home