Undine Eberlein

Leibliche Resonanz.
Über Neue Phänomenologie und Tanz

 

In meinem Vortrag möchte ich ausgehend von der Neuen Phänomenologie von Hermann Schmitz und ihrem ›Alphabet der Leiblichkeit‹ versuchen, 1. an Hand von Beispielen aus dem Bereich des Tanzes (und anderer Körperpraktiken) das Phänomen der ›leiblichen Resonanz‹ zu erläutern, mit dem sich das »spürende Verstehen« zwischen Publikum und Tänzern – aber auch der Tänzer untereinander – besser als in ›objektivistischen‹ oder ›subjektivistischen‹ Ansätzen erklären lässt.

Eberlein Tanz Bild 1 Eberlein Tanz Bild 2

In einem 2. Schritt gehe ich auf einige Annäherungen an das Phänomen ›leiblicher Resonanz‹ in der Tanzwissenschaft, aber auch der Geschichte des Tanzes selber ein, wobei sich auch hier die Anschlussfähigkeit und Produktivität des Schmitz&39;schen Ansatzes zeigen wird. Und 3. möchte ich zum Schluss die Frage in den Raum stellen, ob und bis zu welchem Grad die Leiberfahrung ihre eigene Historizität und Kulturspezifik aufweist und mit der Einübung etwa von spezifischen Tanzformen oder Bewegungstechniken qualitativ veränderbar ist.


MoMo-Vortrag am 18.01.2009



Bild Home