In jüngster Zeit läßt sich eine erhebliche Zunahme von Migrationsbewegungen weltweit feststellen. Diese, auf dem Hintergrund von Globalisierungsprozessen stattfindenden »flows« von Menschen, Geld und Konsumgütern stellen die Kultur- und Sozialwissenschaften vor neue Herausforderungen.
Insbesondere in der Ethnologie werden innovative Konzepte zur Untersuchung gerade dieser Phänomene diskutiert: Diaspora und transnationale Verflechtungen treten an die Stelle eines Kulturkonzeptes, das bisher die ethnologische Debatte dominiert hat. Ehemals klar definierte Grenzen von lokalen Kulturen/Gruppen/Dörfern/Stadtteilen scheinen sich aufzulösen, Mobilität wird zu einer zentralen Kategorie. Hat die Ethnologie ihr »Feld« verloren?
MoMo-Vortrag am 20.06.2004