Der Begriff der Kreativität wird traditionell an imaginative bzw. figurale Prozesse gebunden. Beide Erklärungen erweisen sich als zirkulär. Wie es keine »Theorie« von Kreativität geben kann, lässt sich ebenso der Begriff des »Neuen« nur aporetisch ausbuchstabieren.
Entsprechend wird der Ansatz in der Produktivität von Paradoxien gesucht, die nicht so sehr als »Figuren« verstanden werden, sondern als ein Movens kreativer Sprünge und Differenzen. Der Vortrag handelt von solchen Sprüngen und Differenzen, die sich Alteritätserfahrungen verdanken. Er macht zugleich klar, dass Kreativität und Reflexivität eng miteinander verquickt sind.
MoMo-Vortrag am 23.10.2005