Sabine Nessel

Gibt es einen Film hinter dem Text?

 

Daß man neben Literatur und Welt auch den Film als Textualität betrachten kann (in dem Sinne, wie Barthes den Text begreift), daran besteht kein Zweifel. Der Film gehört zu den vielstimmigen und besonders heterogenen Texten. Der semiologischen Lektüre bietet er ein anspruchsvolles, weil komplexes Terrain. Aber wird die Betrachtung von Film als Text dem eigens Filmischen / Kinematografischen (auch) wirklich gerecht? Geht das Filmische / Kinematografische im Text auf? In jüngerer Zeit werden diesbezüglich Zweifel formuliert.

Auf welche Weise die Rede von der Grenze des Textes, die besonders jüngere Überlegungen zum Film mitführen, die Frage nach dem eigens Filmischen / Kinematografischen (erst) / (wieder) aufwirft, bildet den roten Faden meiner vorläufigen Überlegungen zum Verhältnis von Text und Kino.

Vielleicht habt Ihr ja in der Zwischenzeit Interesse an der Film-Site Nach dem Film, bei der ich mitarbeite.

MoMo-Vortrag am 28.08.2000



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