Es geht in meinem Beitrag nicht um eine Wesensbestimmung des Kinos als Ereignis, und es wird auch nicht darauf abgezielt, dem Kino mit Blick auf seine performativen Grundbedingungen (Projektion, Dunkelheit des Raums, Materialität) einen spezifischen Ereignischarakter nachzuweisen.
Vor dem Hintergrund einer allgemeinen Verschiebung vom Text zum Ereignis, die sich seit den neunziger Jahren auch im Diskurs um Film und Kino abzeichnet, geht es vielmehr darum, zwei kontroverse Umgangsweisen mit Film herauszustellen und in einen produktiven Zusammenhang zu bringen: semiotische Ansätze, die Film im Sinne von Textualität begreifen und postsemiotische Theorien, die Bezug nehmen auf den Ereignischarakter des Kinos.
MoMo-Vortrag am 26.03.2006