Inwiefern und wie die sich wandelnden Familienstrukturen der westlichen Gesellschaften im zeitgenössischen Kino aufgegriffen, bearbeitet und wiedergegeben werden, ist Gegenstand meiner philosophisch-psychoanalytisch-filmtheoretischen Untersuchung von Filmen rund um den Millenniumswechsel.

Mit Hilfe der Begriffe »Phantasma« und »symbolische Ordnung«, die in ihrer Genese von Freud über den französischen (Post)Strukturalismus bis zur zeitgenössischen Filmtheorie rekonstruiert werden, werden vor allem Hollywood-Blockbuster, aber auch gewisse Autorenfilme im Hinblick auf ihre Projektion individueller und kollektiver Konstitutionsakte analysiert und in der Zusammenschau der Filme eine Diagnose des die wirtschaftliche Globalisierung begleitenden Filmphantasmas versucht.
MoMo-Vortrag am 01.06.2003