MoMomorphose: Auf ins intellektuelle Engagement!

Datum: -

Ort: "Kreuzberger Weltlaterne", Kohlfurter Str. 37, 10999 Berlin

Das hitzige Gespräch auf dem Gipfel der Ideen

MoMomorphose: Auf ins intellektuelle Engagement!

Eine Einladung zum selber Denken. Systematisch & präzise.

MoMo gibt es schon seit dem Ende der 1980er-Jahre. Es hat ziemlich jung begonnen, nämlich mit einigen Studenten, denen der Vorlesungskanon von Platon bis Heideggeer und die ewige Wiederkehr des Gleichen nicht genug waren. Sie wollten weiter, sie wollten kreativer denken. Also trafen sie sich im privaten Freundeskreis, hielten sich gegenseitig Vorträge über ihre neuesten Ideen und rückten sich gegenseitig die Gedanken zurecht.

Das ging so bis zum Jahr 2010. Inzwischen hatten die alten Genossen, nunmehr Profis ihres jeweiligen Fachs, längst erfolgreich den Marsch durch die Institutionen absolviert. MoMo wurde dadurch öffentlicher, thematisch breiter und mit seiner neuen Webseite auch bekannter. Vortragende und Publikum kannten sich von nun an leider nicht mehr. Die Mitglieder trafen sich auch nicht mehr zur philosophischen Konspiration in ihren privaten Wohnungen, sondern in öffentlich zugänglichen Kneipen und anderen Räumen. - Soweit, so gut. Bis jetzt.

MoMo wurde schließlich zu einer Art Erwachsenenbildungsinstitution. Das hat den Nachteil, dass andere das wesentlich besser können. Dazu gibt es vor allem die Universitäten, aber auch die vielen privaten Institutionen, die als Stiftungen oder in welcher Form auch immer über das Geld verfügen, ab und zu glitzernde Sternchen aus dem Philosophen-Himmel als Vortragende herabzuholen und damit den Zulauf und die Demut eines Publikums zu ergattern, das selber zwar nicht unbedingt viel nachdenkt, zumindest aber gerne zuhört. Honi soit, qui mal y pense.

Das ist unsere Sache nicht. MoMo kann auf die Dauer nur das sein, was es eigentlich immer war: ein Kreis aus aktiv-intellektuellen Selbständigen, die auch vor neuer gesellschaftswissenschaftlicher und philosophischer Lektüre nicht zurückschrecken, sie sogar suchen. Menschen, die eigene Ideen haben und vor Gleichgesinnten ausprobieren, wie sie damit ankommen. Leute, die begrifflich genau sein wollen, sich aber auch widersprechen lassen, wenn ihre Argumente auf Grund laufen. Mit einem Wort: Typen allen Alters, Geschlechts und sonstiger Auszeichnungen, die ihr Weltbild als Entwicklungsabteilung und nicht als Lehnsessel begreifen.

Nun allerdings der unvermeidliche Wermuthstropfen: Liebe Verschwörungstheoretiker, Religionsgründer und reine Wutbürger, bitte weghören; ihr seid nicht gemeint. Sorry. Hier geht es um das eher trockene, bei aller Lust doch bescheidene Weiterstricken an jenem ideellen Stoff, aus dem unsere Epoche gewebt ist. Das ist manchmal mühsam, weil selten Einstimmigkeit der Auffassung zu erreichen ist. Bei MoMo sind allerdings auch diskursive Gegner schon zu persönlichen Freunden geworden. Also Obacht! Außerdem verfügt MoMo über eine gute Webseite und sogar eine eigene Publikationsreihe, bei der die aktiven Mitglieder ihre Essays, Thesen und, ähem... Habilitationsschriften gerne professionell veröffentlichen können.

Lust mitzumachen? Dann nichts wie hin am 09.11.2015 um 20 Uhr in die "Kreuzberger Weltlaterne" (Kohlfurter Str. 37, 10999 Berlin-Kreuzberg). Als Einstand erhält jeder, der zu diesem Treffen erscheint, einen Original-MoMo-Gutschein auf unbegrenzten und zeitlich unbefristeten Erkenntnisgewinn. Einzulösen beim ersten selbst gehaltenen Vortrag.

Ist Ihnen / dir daran irgendetwas unklar? Keine Sorge, auf dem Treffen soll es gerade darum gehen, wie es genau weitergehen soll. Wer aber vorab dennoch Fragen hat, kann sich gerne an Wolfgang Sohst wenden.

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