Wie das 18. Jahrhundert gern übersetzt hätte

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Ort: (Diese Veranstaltung fand in privaten Räumen eines MoMo-Mitglieds statt.)

Wie das 18. Jahrhundert gern übersetzt hätte

Vortragende: Christiana Goldmann

Was übersetze ich eigentlich, wenn ich einen philosophischen Text übersetze? Wörter? Sätze? Größere Zusammenhänge? in dem Sinn, dass ich Sätze, ohne den Kontext, das Gedankegefüge zu berücksichtigen gar nicht würde übersetzen können?

Das Problem bei philosophischen Texten ist nun, dass ihre Autoren in der Regel meinen, es käme auf jedes Wort an. Sicher, sie stehen damit nicht allein in der schreibenden Zunft, und man könnte meinen, Dichter würden es mit sehr viel mehr Recht behaupten dürfen. Schließlich seien sie die eigentlichen Sachwalter der Sprache, während die Philosophen, wie einer der ihren behauptet hat, die Arbeit am Begriff leisten. Kommt es bei den Philosophen also nur auf die Begriffe an?

Diese Fragen haben sich Übersetzer und Philosophen auch im 18. Jahrhundert gestellt, und welche Antworten sie gegeben haben, davon wird in meinem Vortrag die Rede sein.

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