Die Welt als Wunder sehen. Wissenschaft als Verschleierung der Wirklichkeit

Datum: -

Ort: Alte Jakobstr. 12 / Ecke Ritterstr. (Tiyatrom Theater), 10969 Berlin

Dies irae, dies illa, transibit saeclum in machina...
Dies irae, dies illa, transibit saeclum in machina...

Eine weit verbreitete Sichtweise des Verhältnisses von Religion und Wissenschaft in der Moderne und darüber hinaus war die sogenannte Säkularisierungsthese, d.h. die These, Religion werde immer mehr aus der Gesellschaft verschwinden. Diese These ging oft mit dem Glauben einher, die Religion sei eine Verzauberung, Verstellung oder Verschleierung der Wirklichkeit, die nach und nach durch Wissenschaft und Aufklärung einer realistischen Sicht der Welt weichen würde.

Anfang des 20. Jahrhunderts gab es jedoch Vertreter einer Wissenschaftskritik, die der Wissenschaft gerade vorwarfen, die Wirklichkeit zu verschleiern und dagegen eine religiöse Haltung zur Welt setzten, die es eigentlich mit der Wirklichkeit zu tun habe. Im Vortrag werden Ludwig Wittgenstein und Martin Buber als Vertreter einer solchen Haltung gesehen, und versucht, sie diesbezüglich zu vergleichen.

Zur Vortragenden:

Ingrid Korner

Ingrid Korner wurde 1970 geboren. Sie hat zuerst Philosophie, Sinologie und Japanologie in Erlangen studiert. Jetzt macht sie ihren Master in "Religion und Kultur" an der Humboldt-Universität. Sie spricht über das Thema ihrer Masterarbeit: "Die Welt als Wunder sehen. Wissenschaft als Verschleierung der Wirklichkeit."

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