Global Cities und Geopolitik - Eine völkerrechtliche Perspektive

Datum: 26.09.2022 (20:00:00–22:00:00)

Ort: Virtuelle Veranstaltung via Zoom

 

Großstadtpanorama

Die Stadt als Motor globaler Entwicklung

Das 21. Jahrhundert wurde vielfach als "urbanes Zeitalter" beschrieben. Der Aufstieg von sog. "global cities" wie New York, London und Tokyo schien dabei mit einem weiteren Bedeutungsverlust des Nationalstaats einher zu gehen. In wichtigen Politikbereichen wie dem Klimaschutz oder dem Umgang mit Flucht und Migration haben sich Städte und von ihnen gebildete Netzwerke als Alternative zu vermeintlich schwerfälligen und aus der Zeit gefallenen Nationalstaaten positioniert. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, aber auch die wachsende systemische Rivalität zwischen China und dem Westen zwingen dazu, diese Entwickung kritisch zu reflektieren. In welchen Ordnungsmodellen können Städte ihre progressive Agenda verwirklichen? Von welchen Rahmenbedingungen des internationalen Systems hängen sie ab? Und was bleibt angesichts der sich rapide verändernden Weltlage von dem Versprechen eines anderen Völkerrechts, welches auch für Städte und andere Akteure offen ist?

Die Teilnahme ist kostenfrei und offen. Sofern Sie noch nicht auf der MoMo-Einladungsliste stehen, senden Sie uns bitte eine Email über den unten stehenden Link. Dann erhalten Sie rechtzeitig vor der Veranstaltung eine persönliche Einladung und den passenden Zoom-Link.

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Zum Vortragenden:

Prof. Helmut Aust

Helmut Aust ist seit 2016 Professor für Öffentliches Recht und die Internationalisierung der Rechtsordnung am Fachbereich Rechtswissenschaft der Freien Universität Berlin. Vor seiner Berufung an die FU Berlin war er u.a. Lehrstuhlvertreter an der Universität Konstanz und wissenschftlicher Mitarbeiter an der LMU München und der HU Berlin. Auslandsaufenthalte führten ihn an das Lauterpacht Centre for International Law der Universität Cambridge und das Institute for International Law and the Humanities an der Melbourne Law School. 2022 war er Gastprofessor am Institut des hautes études internationales der Université Paris II - Panthéon Assas.

An der FU Berlin forscht und lehrt er zu Grundfragen der Völkerrechtsordnung ebenso wie zum vergleichenden Verfassungsrecht. Einen besonderen Schwerpunkt seiner Tätigkeit stellt die Rolle von Städten als internationalen Akteuren dar. Dazu veröffentlichte er 2017 die Monographie "Das Recht der globalen Stadt" (Mohr Siebeck) und 2021 als Mitherausgeber das "Research Handbook on International Law and Cities" (Edward Elgar, mit Janne E. Nijman). Mit Janne Nijman leitet er auch eine Studiengruppe der International Law Association zum Thema "The Role of Cities in International Law". Seit 2022 ist er zudem Associate Fellow der Deutschen Gesellschaft für auswärtige Politik (DGAP).

 

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