Das MoMo Archiv

Vorbemerkung:

MoMo Berlin gibt es schon lange, insbesondere schon länger als das allgemein verfügbare Internet, nämlich seit 1986. Seitdem haben viele Leute hier vorgetragen, und das soll nicht verloren gehen, auch wenn manches nicht mehr ganz vollständig erhalten ist.

(Die Veranstaltungen bis einschließlich des Jahres 2007 sind unter dem Menüpunkt Veranstaltungen gelistet.)

Das MoMo Text- und Veranstaltungsarchiv ist in drei Bereiche gegliedert:

1) Archivierte Artikel und Texte, die bereits auf der neuen Webseite erschienen, aber bereit archiviert sind,

2) Ältere Texte von MoMo-Mitgliedern, die teilweise auch außerhalb konkreter Veranstaltungen über die MoMo-Webseite verbreitet wurden

3) Alle MoMo-Veranstaltungen der frühen Jahre von 1989-1999.

In diesem alten Veranstaltungsarchiv finden sich nur die MoMo-Veranstaltungen von 1989 bis 1999. Die Veranstaltungen ab dem Jahre 2000 sind unter dem Menüpunkt Veranstaltungen einsehbar, weil sie ausführlicher dokumentiert sind und teilweise eigene Texte zum Download enthalten. Das "junge" Archiv (also jenes unter dem Menüpunkt "Veranstaltungen") ist hinsichtlich der vergangenen Veranstaltungen allerdings noch im Aufbau, d.h. einige Jahrgänge zwischen 2000 und 2009 fehlen noch. Diese werden in den kommenden Wochen nachgetragen.

(1) Archiv der Leitartikel auf der neuen MoMo-Webseite

Der diskrete Charm der Theorie

In seinem umwerfenden Buch "Der lange Sommer der Theorie. Geschichte einer Revolte 1960 - 1990" beschreibt Philipp Felsch die intellektuelle Entwicklung Deutschlands jener Epoche. Er verfolgt sie am roten Faden der Geschichte des Merve Verlags im kaputt-kreativen Soziotop des alten West-Berlin. Es ist über weite Strecken die Geschichte einer Kaskade von Enttäuschungen: Gesucht wurde nach dem Ende der Nazizeit und mitten im Kalten Krieg jener Archimedische Punkt, von dem aus sich diese Gesellschaft überhaupt noch verstehen und womöglich sinnvoll verändern lässt. Gefunden wurde am Ende - nichts. Es begann mit strammer Marx-Lektüre und dem Versuch, 'die Arbeiter' an den Fabriktoren zu agitieren, und lief auf Grund in hysterischer Quacksalberei von allem und nichts. Am Ende war da nur noch ein Regen aus pessimistischem Konfetti atomarer Sinnsucher samt ihren Gurus aller nur erdenklichen Couleur. Das ist aber nicht das Ende der Geschichte.

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Christlicher Dschihadismus

Die zur Zeit allerorten stattfindenden Feierlichkeiten zum Gedenken an Martin Luther haben mich als historisch und an der Person des bekannten Reformators interessierten Menschen etwas Zwiespältiges, das schon weit in den Selbstbetrug hineinragt. Ich erspare mir die Wiederholung historischer und biographischer Details der Zeit Luthers, die überall im Überfluss zu finden sind.

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Gullivers Trauma

In seiner Metaphysik, die er vor mehr als 2.300 Jahren schrieb, verurteilt Aristoteles den "Extremisten" Heraklit (4. Buch, 1010a5), dessen Nachfolgern er unterstellt, sie würden der fließenden, sich ständig verändernden Welt jegliche Erkennbarkeit absprechen. So ganz mag Aristoteles dem nicht zustimmen, konzediert aber immerhin, dass "es einen gewissen Grund zu der Meinung gibt, dass es [d.h. das Fließende, sich Verändernde] nicht existiert." Welch sonderbares Statement. Befinden wir uns nicht in dieser sich ständig verändernden Welt? Was in dieser Welt steht eigentlich so still, dass wir es wie den armen Gulliver am Boden unserer Erkenntnis mit absoluter Gewissheit festnageln können?

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Platon on the run

Seit dem Aufstieg so genannter Populisten in vielen Ländern der Welt fragt sich das erschütterte andersdenkende Publikum, wie der Aufstieg z.B. eines Donald Trump, der überraschende Ausgang des Brexit-Votums und der Machtzuwachs aggressiv-nationalistischer Politiker vom Schlage Recep Tayyip Erdoğans oder Jarosław Kaczyńskis möglich waren. Eine der naheliegendsten, wenn auch wohl unzureichenden Erklärungen macht die angeblich zunehmenden wirtschaftlichen Verwerfungen in den betroffenen Ländern dafür verantwortlich. Tatsächlich ist die Situation in den vielen betroffenen Ländern jedoch sehr unterschiedlich; nicht einmal bei der Mehrheit von Ihnen passt das ökonomische Erklärungsmuster.

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Politische Vernunft

Es zeigt sich im Ergebnis vieler Studien in der gesamten westlichen Welt immer wieder, dass das konkrete Wahlverhalten des Publikums häufig keineswegs dem Ideal einer rationalen, gar vernünftigen Entscheidung genügt. Eines der Wesensmerkmale der Idee der Demokratie ist jedoch nicht einfach, dass Menschen über ihre Regierung abstimmen, sondern dass sie dies im Bewusstsein ihrer und der gesamten gesellschaftlichen Situation tun und ihre Stimme nach begründbaren, soll heißen: rationalen und vernünftigen Kriterien abgeben. Der folgende Beitrag will nicht erkunden, was als 'rational' und 'vernünftig' gelten kann, wohl aber, was hier sicher nicht rational und noch viel weniger vernünftig ist.

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Gerechtigkeit und (Un-)Gleichheit

Der Begriff der Gerechtigkeit ist unscharf. Klassisch wird zwischen (materieller) Verteilungsgerechtigkeit, (politischer) Teilhabegerechtigkeit und (moralischer) Strafgerechtigkeit unterschieden, ergänzt um die weitere Dimension möglicher und tatsächlicher Gerechtigkeit (aka Chancen- bzw. Ergebnisgerechtigkeit). Regelmäßig geringe Beachtung findet im Diskurs über Gerechtigkeit hingegen der Umstand, dass Gerechtigkeit keineswegs nur auf den Ausgleich von Unterschieden in ihren jeweiligen Sparten abzielt. So wird der Begriff der Gerechtigkeit heute zwar meistens behandelt. Dies kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass dies in früheren Zeiten keineswegs ein analytischer (selbstverständlicher) Bestandteil des Gerechtigkeitsbegriffs war, noch wird heute in gebührender Weise darüber nachgedacht, ob Gerechtigkeit nicht gleichermaßen mit der Ungleichheit wie mit der Gleichheit von Menschen verknüpft ist.

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Herrschaft wird prekär

Die heutige, kommunikativ stark globalisierte Welt ist horizontalen und vertikalen Wechselwirkungen ausgesetzt, die früher deutlich schwächer waren. Dies wirkt sich insbesondere als eine Verschärfung des Herrschaftsdiskurses auf den vier Ebenen zwischenstaatlicher Hegemonie, innerstaatlicher politischer Herrschaft, ökonomischer Weisungsmacht und den Rollenkonflikten zwischen den Geschlechtern aus. Die beiden Hauptstrategien zur Teilnahme an dem allgemeinen Herrschaftsdiskurs kann man als 'radikal' bzw. 'reformorientiert' kennzeichnen. Beide Herangehensweisen haben ihre Vorteile. Die Reformstrategie ist aber grundsätzlich verantwortungsvoller und deshalb ethisch überlegen.

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Hegel, dieser nonkonformistische Nerd

Über die Hegelsche Geschichtsphilosophie ist wahrlich viel geschrieben worden, nicht zuletzt und besonders wirkungsmächtig von Karl Marx und Friedrich Engels. Dennoch verdient eine seiner besonders geheimnisumwitterten Denkmethoden noch weitere Aufmerksamkeit - nicht zuletzt, weil sie letztlich nur von wenigen Menschen verstanden wurde. Dabei ist sie auch heute noch äußerst relevant.

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(2) Archiv alter MoMo-Texte (PDF-Format)

(ist noch im Aufbau, d.h. fehlende Texte werden noch ergänzt.)

Bexte, Peter: Blinde Seher

Download: Blinde_Seher.pdf

Bexte, Peter: Peter_Bexte_Créolité_and_Iconoclash

Download: Creolite_and_Iconoclash.pdf

Bexte, Peter: Transitstrecken

Download: Transitstrecken.pdf

Günzel, Stefan: Raumtheorie

Download: Suhrkamp stw 1800: Inhaltsverzeichnis & Inhaltsangabe

Mersch, Dieter: Wort, Zahl, Bild und Ton: Schema und Ereignis.

Download: Schema und Ereignis.pdf

Mersch, Dieter: »Geschieht es?« Ereignisdenken bei Derrida und Lyotard

Download: Mersch_Ereignis.pdf

Mersch, Dieter: Der versteinerte Augenblick. Zum Verhältnis von Kunst und Ereignis

Download: Der versteinerte Augenblick.pdf

Zill, Rüdiger: Der Vertrakt des Zeichners. Wittgensteins Denken im Kontext der Metapherntheorie

Download: Der Vertrakt des Zeichners.pdf

Zill, Rüdiger: Gebrochene Strahlen, zersplitterte Spiegel. Zur Partikularisierung der Weltbetrachtung

Download: Zill_Gebrochene_Strahlen.pdf

Zill, Rüdiger: Philosophen im Weltall. Reflexionen auf die Technik im Jahrzehnt der Raumfahrt

Download: Zill_Philosophen_im_Weltall.pdf

Zill, Rüdiger: Zwischen den Medien, oder: Über Bilder sprechen

Download: Zwischen_den_Medien.pdf


(3) Das MoMo Veranstaltungsarchiv 1989 - 1999

Datum Vortragender / Anlass Titel
11.12.1999 Fest 10 Jahre MoMo
11.12.1999 Allgemeine Debatte 10 Jahre MoMo - ein Resumee (mit Beiträgen von Thomas Schäfer, Rüdiger Zill u. Peter-Ulrich Philipsen)
15.11.1999 Patrick Hofmann Heidegger und die Revolution
23.08.1999 Georgi Maisuradze Das Paradigma der Verneinung bei Nietzsche und Freud
19.07.1999 Susanne Klengel Nation, Nationalismus und kulturelle Heterogenität. Zum Konzept der lieus de mémoire in Mexiko (Text)
07.06.1999 Hermann Pfütze Form, Ursprung und Gegenwart der Kunst
17.05.1999 Rüdiger Zill Zerbrochene Spiegel. Philosophie - Mythos - Weltanschauung ( Text )
19.04.1999 Michaela Ott Aus der Übersetzerwerkstatt. Foucaults Vorlesung Il faut défendre la société (1975-76) ( Buch ) ( Vorlesung )
01.03.1999 Marie-Anne Berr Der Schatten des Körpers auf der Wand. Über Kunst und Medien
01.02.1999 Undine Eberlein Das romantische Individualitätskonzept der Moderne ( Buch )
18.01.1999 Thomas Schäfer Politisches Engagement ohne philosophische Basis? Rorty im Spagat zwischen Habermas und Foucault

1998

07.12.1998 Günter Abel Über Interpretationsphilosophie und Ethik
09.11.1998 Hanne Loreck Mode, Maske, Geschlecht. Cindy Shermans Fashion-Fotografie
05.10.1998 Angelika Pillen Zur Hegelrezeption in Frankreich
08.06.1998 Susanne Lüdemann Beobachtungsverhältnisse. Zur (Kunst-)Geschichte der Beobachtung zweiter Ordnung
18.05.1998 Annegret Stopczyk Sophias Leib. Entfesselung der Weisheit. Ein philosophischer Aufbruch
06.04.1998 Udo Tietz Verstehen und Begründen aus dem Kontext. Aspekte eines antifundamentalistischen Universalismus
09.03.1998 Fabian Störmer Hermeneutik und Dekonstruktion der Erinnerung (Hölderlin)
09.02.1998 Hermann Schmitz Präpersonale und personale Subjektivität
12.01.1998 Henning Schmidgen Über Psychologie und Technologie bei Lacan und Deleuze/Guattari

1997

08.12.1997 Udo Tietz Verstehen und Mißverstehen
10.11.1997 Susanne Lüdemann Unsichtbare Massen. Zum Verhältnis von Masse und Medium
06.10.1997 Matthias Kroß Nach dem Fall. Für eine Philosophie des Beispiels
15.09.1997 Rüdiger Zill Poietische Wirklichkeiten. Einleitende Bemerkungen zu einer Philosophie des Bildes
21.07.1997 Ulrich Johannes Schneider Die Form der Universitätsphilosophie
07.07.1997 Simone Mahrenholz Nelson Goodman und Jacques Derrida. Zum Verhältnis von (post-)analytischer und (post-)strukturalistischer Zeichentheorie
02.06.1997 Gregor Schiemann Natur auf dem Rückzug. Zur Aktualität der Aristotelischen Unterscheidung von Natur und Technik
12.05.1997 Peter Bexte Das Sehen des Nichtsehens Figuren der Blindheit in Wahrnehmungstheorie und Kunst. - Zu einem Konflikt von Philosophie und Ikonographie, zwischen Descartes' Dioptrique und einigen niederländischen Bildern
07.04.1997 Sven Brömsel Nietzsche und Stefan George
24.03.1997 Andreas Wildt Moralische Verpflichtungen jenseits moralischer Rechte
03.02.1997 Clemens Pornschlegel Identitätsverweigerungen. Kleine Bemerkungen zur Konjunktur der Kulturwissenschaften
13.01.1997 Caroline Tschuggnall Handeln und Sprechen.Diskurs und Kultur in neueren psychologischen Ansätzen

1996

09.12.1996 Johannes Rohbeck Zur Rehabilitierung der Geschichtsphilosophie
04.11.1996 Andrea Roedig Sartre und Foucault
14.10.1996 Planungssitzung MoMo goes Internet; Einleitung von Dieter Mersch
02.09.1996 Barbara Naumann Kulturen des symbolischen Denkens. Literaturwissenschaft und Philosophie bei Ernst Cassirer
19.08.1996 Workshop Umgestaltung des Sozialstaats - Herausforderung an Intellektuelle (mit Beiträgen von Dieter Mersch, Michaela Ott und Thomas Schäfer)
08.07.1996 Susanne Lüdemann Über mimetisches Verhalten (Girard, Canetti, Lacan)
10.06.1996 Thomas Schäfer Philosophische Überlegungen zum Ende des 'realen Sozialismus'
13.05.1996 Dieter Mersch Jenseits des Symbolischen. Elemente zu einer Philosophie moderner Kunst
15.04.1996 Susanne Klengel Fernand Braudel und Gilberto Freyre, oder Überlegungen aus der Perspektive einer »exzentrischen« Wissenschaft
04.03.1996 Udo Tietz Der Satz. Heideggers Kontamination von Prädikation und Synthesis
12.02.1996 Thomas Schäfer Reflektierte Vernunft. Zu einer Differenztheorie des Diskurses
08.01.1996 Joseph Vogl Schöne gelbe Farbe. Godard und Deleuze

1995

04.12.1995 Georg Lohmann Menschenrechte zwischen Moral und Recht
12.11.1995 Workshop Die Philosophie Richard Rortys (mit Beiträgen von Friederike Müller-Friemauth, Matthias Kroß, Barbara Reiter, Thomas Schäfer und Rüdiger Zill)
02.10.1995 Peter-Ulrich Philipsen Dekonstruktion der Geschlechter bei Jacques Derrida und Judith Butler
04.09.1995 Hilge Landweer Scham. Zur Phänomenologie und Sozialphilosophie eines Gefühls
07.08.1995 Undine Eberlein Geschlechterdualismus und romantischer Individualismus. Eine Kritik an Judith Butler
03.07.1995 Dieter Mersch Paradoxie und Begründung
19.06.1995 Panayotis Kondylis Das Politische in der Konstitution des Sozialen
01.05.1995 Udo Tietz Verstehen und Vergleichen. Bemerkungen zur Hermeneutik Richard Rortys
03.04.1995 Christoph Demmerling Differenz und Gleichheit. Zur Anatomie eines Arguments. Gerechtigkeitskritik zwischen Aristoteles, Derrida und Iris M. Young
26.03.1995 Fest 5 Jahre MoMo
06.03.1995 Matthias Kroß Dilthey und Wittgenstein
06.02.1995 Clemens Friedrich Bachtins Polyphonie der Stimmen. Ein Dialogkonzept zwischen Moderne und Postmoderne
09.01.1995 Michaela Ott Deleuze und die Literatur

1994

05.12.1994 Friederike Müller-Friemauth Was ist postmodern am bürgerlichen Liberalismus? Zur Liberalismus-Debatte um Richard Rorty
07.11.1994 Peter Stephan Denken und Entwerfen am elektronischen Modell
03.10.1994 Workshop Die Metapher (mit Beiträgen von Wilhelm Amann, Andreas Hiepko, Manfred Maengel, Michaela Ott, Peter Stephan und Rüdiger Zill)
01.08.1994 Sabine Vogel Das Bild vom Leser. Widmungsvorreden im 16. Jahrhundert
11.07.1994 Volker Caysa Zur Philosophie des Sports
09.06.1994 Rainer Forst Über Kommunitarismus
02.05.1994 Thomas Schäfer Charles Taylor. Anerkennung und Multikulturalität
18.04.1994 Wilhelm Schmid Die Geschichte des Begriffs »Selbstsorge«. Eine Reise durch die abendländische Geistesgeschichte
21.03.1994 Allgemeines Thema Zu Oswald Spengler Der Untergang des Abendlandes
08.02.1994 Norbert Kapferer Ernst Jünger
10.01.1994 Rüdiger Zill Staatsmodell und Rossegleichnis. Zur Funktion ikonischen Denkens in der Geschichte philosophischer Affekttheorien

1993

06.12.1993 Manfred Maengel Lichtende - Eine Erzählung
01.11.1993 Richard Herzinger Aufbruch in die Stammesgemeinschaft? Die Neue Rechte und ihre Zeitschriften
06.09.1993 Andreas Hiepko Die Manon-Szene in Georg Büchners Dantons Tod
05.07.1993 Thomas Schäfer Jürgen Habermas' Faktizität und Geltung
07.06.1993 Ronald Berg William Fox Talbot und die Erfindung der Photographie
03.05.1993 Wolfert von Rahden et al. Das Böse - Buchpräsentation
05.04.1993 Ulrich-Johannes Schneider Deleuzes Spinoza-Buch und das Problem der Philosophiegeschichte
08.02.1993 Frieder Glauner Transzendenz in der Sprachphilosophie
11.01.1993 Kai-Uwe Hellmann Foucault als Wissenssoziologe

1992

07.12.1992 Richard Herzinger Heiner Müller und die alte Rechte
12.11.1992 Peter-Ulrich Philipsen Das Denken der Differenz. Derrida liest Hegel
07.10.1992 Allgemeine Debatte Nachbereitung des Hannoveraner Kongresses Die Aktualität des Ästhetischen
10.08.1992 Matthias Huff Moderne Lyriktheorie
13.07.1992 Allgemeine Debatte anläßlich der Ethik-und-Ästhetik-Debatte in der FR
04.05.1992 Hedwig Linden Hans Blumenbergs Metaphorologie
06.04.1992 Karlheinz Lüdeking Van Gogh, Malewitch, Duchamp. Die Krise des Objekts
02.03.1992 Frieder Glauner Sprachkonzepte
10.02.1992 Wilhelm Schmid Im Kunstwerk das Leben lernen. Hölderlins Grund zum Empedokles
13.01.1992 Angelika Pillen Der frühe Foucault und die Psychoanalyse

1991

09.12.1991 Uta Werner Paul Celan
11.11.1991 Rüdiger Zill Vom Ornament zum Ereignis. Philosophische Metapherntheorien und ihre Geschichte
07.10.1991 Yvonne Ehrenspeck Balzac
02.09.1991 Ulrich Johannes Schneider Eklektizismus in der deutschen Philosophie des 18. Jahrhunderts
01.07.1991 Kai-Uwe Hellmann Neue soziale Bewegungen aus systemtheoretischer Sicht
03.06.1991 Andrea Roedig Sartre und Foucault
29.04.1991 Hans-Joachim Rike Systemtheorie in der Literatur
08.04.1991 Thomas Schäfer Foucault Einleitung zu seiner Diss.
04.03.1991 Helga Moehrke Die Kunst der Perfomance
04.02.1991 Mai Wegener Freud und Lacan
14.01.1991 Wilhelm Schmid Plädoyer für eine ökologische Ethik
07.01.1991 Rüdiger Zill Der Aphorismus als philosophische Form. Zu Nicolas Chamfort

1990

12.11.1990 Reinhard Bernauer Prometheus
23.10.1990 Rüdiger Safranski Wieviel Wahrheit braucht der Mensch?
10.09.1990 Wilhelm Schmid Die Philosophie der Lebenskunst bei Nietzsche
02.07.1990 Axel Honneth Das Selbstmißverständnis der Postmoderne
29.05.1990 Gerd Poppenberg Schreiben. Blanchot und Foucault
07.05.1990 Thomas Schäfer Kompositionstechniken und ihre Begründung zwischen Schönberg und John Cage
24.04.1990 Wilhelm Schmid Kunst und Leben - Anmerkungen zu einer wieder auflebenden Diskussion
02.04.1990 Regina Benjowski Ernest Renan - ein Denker des Übergangs?
05.03.1990 Wolfert von Rahden Ein fast vergessener Aktualist Georg Christian Füchsel
06.02.1990 Angelika Pillen Foucault, Husserl und die Psychoanalyse
08.01.1990 Thomas Schäfer Normativität in der Dialektik der Aufklärung

1989

10.12.1989 Christine Pries Kant und die Avantgarde
30.10.1989 Martin Heinze Die Möglichkeit philosophischer Kritik an medizinischen Denkweisen
09.10.1989   Konstitutionstreffen

Der eigentliche Gründungszeitraum von MoMo lag aber sogar noch einige Jahre vorher. Hierzu haben Wolfert von Rahden und Wilhelm Schmid, zwei MoMo-Gründer der "ersten Stunde", aus alten Aufzeichnungen die Ereignisses zwischen 1986 und 1989 folgendermaßen rekonstruiert:

MoMo – Die ersten Jahre: 1986-1989

  • Im Oktober 1986 findet das erste informelle Treffen im „Jahrmarkt“ am Savignyplatz statt. Teilnehmer sind Peter Geble, Wolfert von Rahden, Claus-Dieter Rath, Ulrich Raulff und Wilhelm Schmid. Erörtert wird der Plan, einen außer-institutionellen Ort zu schaffen, an dem Vortragende eigene Texte als „work in progress“ zur Diskussion stellen können. Die Anwesenden einigen sich auf den Namen „MoMo“, um damit auszudrücken und daran zu erinnern, dass man sich jeweils am ersten Montag im Monat treffen wolle.
  • 01/06/87: Konstitutionelle Sitzung in der Praxis von Claus-Dieter Rath (Bleibtreustr. 8), in der alle Zusammenkünfte in der Regel erfolgen sollten; Vortrag von C.-D. Rath: Lebensläufe
  • 06/07/87: Wilhelm Schmid: Renaissance der Lebenskunst
  • 03/08/87: Wolfert von Rahden: Sprachursprungstheorien
  • 07/09/87: Andreas Hartmann: Anfänge der Volkskunde
  • 02/11/87: Wilhelm Schmid: Edgar Degas
  • 06/12/87: Peter Geble: Carl Einstein und Max Raphael
  • 15/02/88: Ulrich Raulff: Mentalitätengeschichte
  • 11/04/88: Martin Roth: Der „gläserne Mensch“ im Dresdner Hygiene-Museum
  • 23/05/88: Martina Rost-Roth: Ethnolinguistik und interkulturelle Sprachwissenschaft
  • 06/06/88: [N.N.]: Autobiographien im Fernsehen
  • 18/07/88: Wolfgang Welsch: Unsere postmoderne Moderne
  • 19/10/88: Ulrich Raulff: Aby Warburgs „Schlangenritual“
  • 07/11/88: Matthias Kroß: Wilhelm Diltheys Ethik
  • 20/12/88: Heinz Dieter Kittsteiner: Fegefeuer und Vorhölle. Zur Entstehung des modernen Gewissens
  • 09/01/89: Christine Pries: Kants Ästhetik
  • 06/02/89: Birgit Hoffmann: Überlegungen zur Iranistik
  • 06/04/89: Thomas Schäfer: Habermas und Foucault
  • 05/06/89: Susanne Scharnowski: Der romantische Briefroman
  • 09/10/89: Konstitutionstreffen des neuen MoMo, zusammengeführt von Mitgliedern des „alten“ MoMo und von Teilnehmern des Foucault-Seminars, das im Fellow-Jahr 1988/89 am Wissenschaftskolleg von François Ewald, dem letzten Foucault-Assistenten, geleitet wurde. Geplant ist, die Veranstaltungen – jeweils wechselnd – in Privatwohnungen der Teilnehmer stattfinden zu lassen.

 (nach Aufzeichnungen von W. v. Rahden & W. Schmid, 31/10/14)