Das MoMo-Veranstaltungsarchiv: Aktuelle und vergangene Veranstaltungen bei MoMo

MoMo hat bereits eine lange Geschichte. Die Einträge mit rotem Titel betreffen kommenden Veranstaltungen, darunter folgen die früheren Vorträge und Veranstaltungen:

Universale Menschenrechte. Ein anspruchsvolles Konzept in einer komplizierten Welt (Marie-Luisa Frick)

13.03.2023

20:00:00–22:00:00

Menschenrechte sind mehr denn je in Bewegung. Was sie sind, was sie verlangen und von wem, ist zunehmend undeutlich und auch umstritten. Auf globaler Ebene bildeten sich in der vergangenen Jahrzehnten unterschiedliche Menschenrechtsverständnisse heraus, die Fragen nach der Universalität oder Universalisierbarkeit menschenrechtlicher Werte und Normen aufwerfen: Können alle Traditionen/Religionen die Menschenrechte und ihre zugrundeliegenden Orietierungen teilen? Wo bestehen Spannungen und wie sind sie einzuordnen?

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Heiliger Krieg und spätantikes Christentum (Prof. Hartmut Leppin, Frankfurt a.M.)

06.02.2023

20:00:00–22:00:00

Militärische Handlungen der Antike zielten oft auch auf die Zerstörung religiöser Bauwerke: Die Perser brannten 480 v. Chr. die Tempel auf der Akropolis nieder, die Römer den Tempel von Jerusalem 70 n. Chr., doch änderte sich mit der Christianisierung des Römischen Reiches in der Spätantike, so die These des Vortrags, der Charakter der Heiligkeit des Krieges. Es ging nicht allein darum, die Schwäche jener Götter zu erweisen, die die Gegner unterstützten, sondern es ging um die Durchsetzung eines Glaubens gegenüber dem anderen. So scheint die Heiligung des Krieges im Falle des frühen Christentums auf das Legitimationsbedürfnis von Kaisern zurückzugehen, die die hohen Belastungen des Reiches durch Kriege zu rechtfertigen hatten und die sich die aggressive Rhetorik, die viele religiöse Texte aufweisen, zunutze machen konnten.

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MoMo hat wieder einen Raum auf der Erde!

05.12.2022

14:00:00–15:30:00

Nach einer langen Zeit, die wir uns nur in virtuellen Räumen trafen, hat MoMo jetzt wieder einen eigenen Raum im Herzen von Berlin. Da werden wir uns noch vor Jahresende bei Getränken und Snacks treffen und darüber reden, wie wir mit MoMo weitermachen wollen. Ihr seid alle herzlich eingeladen!

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Die große Transformation? Auf der Suche nach dem guten Leben in planetaren Grenzen.

24.10.2022

14:00:00–16:00:00

Große, allesumfassende gesellschaftliche Transformationen, wie Industrialisierung und Digitalisierung, kennen die meisten unter uns bislang eher aus einer reaktiven Perspektive. Sie scheinen einfach zu passieren und man verhält sich dazu. Lassen sich solch große ‚vorsätzliche‘, deliberative Transformationen überhaupt sinnvoll beeinflussen bzw. beschleunigen? Lässt sich so etwas in Projekten planen, vom Wissen zum Handeln? Wer entscheidet darüber, was zumutbar, was gerecht, genug Wachstum und was das gute Leben ist? Ein Vortrag von und Diskussion mit Daniele Kehrer, (Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit / GIZ).

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Global Cities und Geopolitik - Eine völkerrechtliche Perspektive

26.09.2022

14:00:00–16:00:00

(Vortrag von Prof. Helmut  Aust). Das 21. Jahrhundert wurde vielfach als "urbanes Zeitalter" beschrieben. In welchen Ordnungsmodellen können Städte ihre progressive Agenda verwirklichen? Von welchen Rahmenbedingungen des internationalen Systems hängen sie ab? Und was bleibt angesichts der sich rapide verändernden Weltlage von dem Versprechen eines anderen Völkerrechts, welches auch für Städte und andere Akteure offen ist?

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Innere Freiheit des Menschen als Voraussetzung für eine freiheitliche Gesellschaft

29.08.2022

14:00:00–16:00:00

(Vortrag von Dr. Christian M. Rutishauser SJ). Die europäische Geschichte kann als Freiheitsgeschichte bezeichnet werden. Angesichts der nicht zu bestreitenden gesellschaftlichen, erzieherischen, genetischen und neurobiologischen Determiniertheit des Menschen, die die Humanwissenschaften einem heute vor Augen führen, ist offensichtlich geworden, dass Freiheit weniger ein vorgegebener Tatbestand der conditio humana darstellt. Vielmehr muss innere Freiheit errungen und erarbeitet werden. Sie ist nicht nur unabdingbare Voraussetzung, dass der Mensch seine Würde in einer unfreien und totalitären Gesellschaft bewahrt. Sie ist auch in einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung unbedingt notwendig, will der Mensch nicht im Dschungel von Deregulierungen und Reizüberflutungen stecken bleiben.

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Internationale Absicherung und politische Schutzpflichten

18.07.2022

14:00:00–16:30:00

Die Schutzverantwortung (Responsibility to Protect - RtoP) ist eine internationale Norm, die sicherstellen soll, dass einzelne Staaten und die internationale Gemeinschaft handeln, um vier Gräueltaten zu verhindern oder auf sie zu reagieren: Völkermord, ethnische Säuberung, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen. Seit ihrer Verabschiedung auf dem Weltergebnisgipfel 2005 ist die RtoP zu einem festen Bestandteil des wissenschaftlichen und praxisorientierten Diskurses geworden und hat die Welt spürbar positiv verändert. Die RtoP hat allerdings schwerwiegende Lücken und Schwächen, die es zu korrigieren gilt. (Vortrag und Diskussion von und mit Dr. Rita Floyd, University of Birmingham)

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Verantwortung und Gerechtigkeit im Umgang mit Klima- und anderen Umweltrisiken

16.05.2022

14:00:00–16:00:00

(Vortrag von Prof. Ivo Wallimann-Helmer, University of Fribourg, mit anschließender Diskussion.) Viele, wenn nicht alle Umweltherausforderungen beinhalten beträchtliche Risiken. In den meisten Fällen lassen sich solche Klima- und Umweltrisiken nur minimieren, nicht aber voll und ganz vermeiden. Insbesondere wenn es um Schutz- und andere Anpassungsmassnahmen geht, verhandelt die Umweltpolitik deshalb immer auch den fairen Umgang mit Risiken. Da Risiken in den wenigsten Fällen unter all den potentiell Betroffenen gleich verteilt werden können, geht es in diesen Verhandlungen um die gerechte Verteilung von Umweltrisiken bzw. um die faire Differenzierung der Verantwortlichkeiten bei Investitionen in Schutz- und Anpassungsmassnahmen.

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Jean-François Lyotard und die Postmoderne nach 30 Jahren (Walter Reese-Schäfer)

25.04.2022

14:00:00–16:00:00

Lyotards Lehre von der Postmoderne hat wegen seiner Bejahung chaotischer Innovationsmodelle weit über den wissenschaftstheoretischen und technisch-gesellschaftlichen Bereich hinaus ausgestrahlt auf die Malerei, die Welt der Ausstellungen und auf die ästhetische Theorie. Seine Bücher findet man heute in den meisten Kunst- und Museumsbuchhandlungen, deren Auslagen ohnehin intellektuell oftmals interessanter sind als die philosophischen Bücherkabinette. Sein Hauptwerk Das postmoderne Wissen ist 2019 in 9. Auflage erschienen und wirkt weiter.

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Selbstbestimmung, Staat und Anarchie (Wolfgang Sohst)

21.03.2022

15:00:00–17:00:00

Die beiden britischen Anthropologen David Graeber und David Wengrow veröffentlichten kürzlich ein viel beachtetes Buch, in dem sie mit dem Standarnarrativ der Menschheitsentwicklung aufräumen. Dieses Narrativ, aktuell auflagenstark unterstützt von Autoren wie Yuval Harari und Jared Diamond, wurde vor ca. 250 Jahren erfunden und läuft darauf hinaus, dass die Europäer mit der Aufklärung als erste die moderne Demokratie entdeckten und sie auch prompt einführten. Deswegen sei Europa die Spitze der politischen Selbstbestimmung. Leider ist an dieser Geschichte wenig wahr. Tatsächlich wurden seit Beginn des Kolonialismus praktisch sämtliche Dokumente vor der Öffentlichkeit verborgen, die ein anderes Bild der "Wilden" zeichnen, als es dieser Geschichte zugrundeliegt.

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