Vergangene Veranstaltungen bei MoMo

MoMo hat bereits eine lange Geschichte. Die Einträge mit rotem Titel betreffen kommenden Veranstaltungen, darunter folgen die früheren Vorträge und Veranstaltungen:

Zum Theorieprogramm einer postfundamentalen Systemtheorie

18.11.2019

20:00:00 - 22:30:00

Niklas Luhmann gab sich radikal konstruktivistisch, indem er behauptete, dass jede Beobachtung eine Unterscheidung benutze, mit der die Welt nicht erreicht werden könne. Die Fundamente der Epistemologie der alteuropäischen Tradition schienenerschüttert durch diese Geste einer postfundamentalen Theoriebildung. Damit setzte er jedoch seinerseits eine fundamentale Unterscheidung voraus, die der Beobachter blind verwenden müsse. Eine postfundamentale Systemtheorie setzt an diesem Punkt an und geht davon aus, dass keine solche "Kerbe" einer blind zu benutzenden Unterscheidung vorliegt.

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Carsten Schmieder

21.10.2019

20:00:00 - 22:30:00

(Details werden noch bekanntgegeben.)

Dieter Mersch

23.09.2019

20:00:00 - 22:30:00

(Details werden  noch bekanntgegeben.)

Das chinesische Menschenbild

17.06.2019

20:00:00 - 22:30:00

China drängt mit großem Nachdruck in unserer (europäisches) Bewusstsein: politisch, wirtschaftlich, kulturell. Doch obwohl sich Gelehrte des Abendlandes seit mehr als eintausend Jahren um ein Verständnis der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Kulturräumen bemühen, stehen wir doch heute noch in vieler Hinsicht ähnlich fragend und ratlos da wie schon zu Marco Polos Zeiten. Wolfgang Sohst wird in seinem Vortrag auf einige zentrale Begriffe des chinesischen Menschenbildes eingehen.

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Transkulturelle Identitäten

06.05.2019

20:00:00 - 22:30:00

Identität ist ein komplexer Begriff. Sachgemäße Verwendung hat er nur bei Wesen mit Selbstbezug, also bei Lebewesen. Menschliche, personale Identität ist in hohem Maße der Selbstreflexion verdankt, ist kein dauerhafter Besitz, sondern ein Vollzugsprodukt, schließt immer fiktive Anteile ein, beeinflusst unser Leben und ist von Grund auf nicht eine solipsistische, sondern eine soziale Angelegenheit. (Vortrag von Prof. Wolfgang Welsch)

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Die Geburtsstunde des Ego

18.03.2019

20:00:00 - 22:30:00

Das Ich-Bewusstsein wäre ohne seine Werkzeuge, die es dem Kernbewusstsein verdankt, nicht in der Lage, zu sagen, dass es bewusst in die innere Abläufe des Kernbewusstseins eingreifen möchte. Wir - unser angenommenes “Ich“ inklusive -wären ohne Kernbewusstsein nicht klüger als die Erde unter unseren Füßen. Das Kernbewusstsein ist also unersetzlich.Gilt das gleiche auch für das erweiterte Bewusstsein und das Konstrukt des Ego?

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Daniel C. Dennett beim Denken beobachten

18.02.2019

20:00:00 - 22:30:00

(Vortrag von Anna Strasser:) Anlässlich meines Fellowships an der Tufts University bei Daniel C. Dennett hatte ich die Gelegenheit, diesen großen Denker beim Denken zu beobachten. In meinem Vortrag über Dennett werde ich mich vor allem auf seinen kürzlich erschienenen Aufsatz „Facing up to the hard question of consciousness“ beziehen. Dort argumentiert Dennett, dass die Idee, man hätte einen direkten Zugang zu inneren Repräsentationen, auf einer theoretischen Illusion beruhe, auch wenn solche user-illusions real sind und wir davon profitieren.

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Die Bedeutung des Körpers in Wittgensteins Philosophie

14.01.2019

20:00:00 - 22:30:00

Wittgensteins Sprachspiel-Philosophie ist im körperlichen Handeln der Sprecher verankert. Der Körper wird als eine Vermittlungsinstanz zwischen Subjekt und Gesellschaft aufgefaßt. Was ihn zu einem entscheidenden Mittler zwischen Handelndem und sozialen Strukturen (Regeln, Normen, Erwartungen, Hintergrund) macht, ist seine Formbarkeit und seine Fähigkeit zur Kooperation mit Anderen. Mit Hilfe von "Techniken des Körpers" (M. Mauss) erwirbt der Mensch Verhaltensweisen, die den Regeln und Normen der Gesellschaft entsprechen.- (Vortrag von Prof. Gunter Gebauer)

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Hans Joas: Die Macht des Heiligen

19.11.2018

20:00:00 - 22:30:00

»Entzauberung« ist ein Schlüsselbegriff im Selbstverständnis der Moderne. Doch worum handelt es sich dabei eigentlich? Was genau meinte Max Weber damit? Und sind seine kanonisch gewordenen Vorstellungen überhaupt haltbar beziehungsweise: Sind sie alternativlos?

Hans Joas' neuestes Buch Die Macht des Heiligen ist der Versuch, »Entzauberung« zu entzaubern. An die Stelle des Geschichtsbilds vom unaufhaltsam fortschreitenden Prozess der Entzauberung tritt die Konzeption eines Spannungsfelds zwischen Dynamiken der Sakralisierung, ihrer reflexiven Brechung und den Gefahren ihrer Aneignung in Prozessen der Machtbildung.

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Wandgeburten der Höhlenmalerei

15.10.2018

20:00:00 - 22:30:00

Dr. Constatin Rauer führt zunächst allgemein in die Eiszeitkunst ein. Anschließend geht er anhand zahlreicher Bilder einem der häufigsten Ikonographeme der Höhlenmalerei nach, nämlich den Emergenz-Figuren: Tiere und Menschen, die den Felswänden entspringen. Die Verwendung dieser Figuren zeigt, dass die Emergenzen mit Fruchtbarkeitsmythen in Zusammenhang stehen: Felswandvulven, Felswandschwangerschaften und Felswandgeburten, die Bestandteile eines animistischen Glaubenssystems sind. 

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