Das MoMo-Veranstaltungsarchiv: Aktuelle und vergangene Veranstaltungen bei MoMo
MoMo hat bereits eine lange Geschichte. Die Einträge mit rotem Titel betreffen kommenden Veranstaltungen, darunter folgen die früheren Vorträge und Veranstaltungen:
14.09.2026 20:00:00–22:00:00
Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt”! Getreu dem Diktum Friedrich Schillers widmen wir uns Computer- und Videospielen! Sie gehören heute zu den beliebtesten und umsatzstärksten Medien unserer Zeit. Doch was macht sie eigentlich wissenschaftlich interessant? Der Vortrag stellt das Forschungsfeld der Game Studies vor und lädt dazu ein, Spiele als Spiegel gesellschaftlicher, kultureller und politischer Entwicklungen (neu) zu entdecken. Dabei geht es nicht nur um das Spielen selbst, sondern auch um Fragen nach Kultur, Geschichte, Medien, Ethik und Technologie.
Weiterlesen … Eine kurze Geschichte der Game Studies (Rudolf Thomas Inderst)
03.08.2026 20:00:00–22:00:00
Donna Haraway’s informatics of domination and technopolitics offer urgent frameworks for critiquing contemporary AI. The informatics of domination finds stark resonance in today’s algorithmic landscapes, where data extraction, predictive policing, and automated labor management extend historical patterns of surveillance and control under a veneer of neutrality. This presentation of Verónica Mota Galindo (FU Berlin) bridges Haraway’s 1980s cyborg theory with 2020s AI debates.
Weiterlesen … Haraway's Informatics of Domination and Technopolitics in the Age of AI (Verónica Mota Galindo)
13.07.2026 20:00:00–22:00:00
Die Gegenwart ist nicht mehr einfach das, was da ist. Sie wird erzeugt, gerahmt, simuliert, beschleunigt und plausibilisiert. Der Vortrag von Leon Tsvasman fragt nicht zuerst nach künstlicher Intelligenz, Technik oder Zukunft als Prognose. Er setzt früher an: bei der philosophischen Frage, ob Wirklichkeit selbst noch genügt, wenn sie immer stärker durch symbolische, technische und institutionelle Vorentscheidungen erscheint.
Weiterlesen … Die Eigensinnigkeit der Zukunft (Leon Tsvasman)
08.06.2026 20:00:00–22:00:00
Wie versteht China seine Rolle in der Welt – nicht nur geopolitisch, sondern auch intellektuell und kulturell? Der Vortrag fragt nach der chinesischen Weltsicht jenseits westlicher Deutungsmuster, die China häufig auf ökonomische Dynamik und machtpolitischen Aufstieg verkürzen. Um Chinas Selbstverständnis im 21. Jahrhundert zu begreifen, so die These, muss seine intellektuelle Geschichte im „kurzen 20. Jahrhundert“ ernst genommen werden.
Weiterlesen … Die doppelgesichtige Gegenwart: Wie China die Welt denkt (Klaus Mühlhahn)
02.03.2026 20:00:00–22:00:00
Unsere krisenhafte Zeit ist von Dystopien in der (Pop-)Kultur geprägt. Doch die Anti-Dystopie stellt sich gegen diese düsteren Zukunftsvisionen. In anti-dystopischen Geschichten kämpfen Menschen trotz Katastrophen für Gerechtigkeit und solidarische Gemeinschaften. Diese Haltung kann auch im Hier und Jetzt ein mächtiges Narrativ für Veränderung und soziale Innovation sein.
Weiterlesen … Die Anti-Dystopie als Widerstand gegen negative Zukünfte (Isabella Hermann)
09.02.2026 20:00:00–22:00:00
Wie spielen neue Unternehmensformen im digitalen Kapitalismus mit der Schwächung demokratischer Strukturen zusammen? Die Internetindustrie erneuerte ein Finanzregimes, das mit der Bewirtschaftung von Information eine neue Quelle der Wertschöpfung erschloss. Die Aufzucht neuer Medienkonzerne führte zu deren Aneignung von öffentlichen Infrastrukturen und in der Belieferung von Meinungsmärkten als Geschäftsmodell.
Weiterlesen … Kapitalismus und Ressentiment (Joseph Vogl)
19.01.2026 20:00:00–22:00:00
This talk by Marco Tamborini (Institut für Philosophie, TU Darmstadt) examines the increasingly blurred boundaries between humans, biology, and technology in the context of embodied artificial intelligence and bio-inspired robotics. Drawing on Kant and Wittgenstein, I argue that these shifts shape how we categorize phenomena and produce knowledge, while ontological distinctions between biological and technological entities remain firmly in place.
Weiterlesen … AI, Robotics and the Human Being: Rethinking Boundaries Through Translation (Marco Tamborini)
15.12.2025 20:00:00–22:00:00
In this talk, Amy Allen, Associate Dean for Faculty Affairs and Advancement Distinguished Professor of Philosophy and Women's, Gender, and Sexuality Studies, differentiates three different ways of understanding the value of history for critical theory, situates Rahel Jaeggi's recent work on progress in this schema, and, following a critical discussion of Jaeggi's perspective, defends a problematizing alternative.
Weiterlesen … On the Uses and Disadvantages of History for Critical Theory (Amy Allen)
18.11.2025 20:00:00–22:00:00
Das Ringen um die Ausdeutung der gegenwärtigen Krise gesellschaftlicher Wirklichkeit und der mit ihr verbundene Aufstieg autoritärer Bewegungen in den westlichen Gesellschaften ist in der Autoritarismusforschung nach wie vor im Gange. Das Promotionsprojekt von Lilith Poßneraktualisiert die sozialphilosophischen und -psychologischen Arbeiten der ersten Generation der Frankfurter Schule, in der Vorurteile der Logik des Verfolgungswahns nachgebildet sind.
Weiterlesen … Der Wahnbegriff in der Kritischen Theorie. Zur Aktualität einer sozialen Pathologie (Lilith Poßner)