Das MoMo-Veranstaltungsarchiv: Aktuelle und vergangene Veranstaltungen bei MoMo

MoMo hat bereits eine lange Geschichte. Die Einträge mit rotem Titel betreffen kommenden Veranstaltungen, darunter folgen die früheren Vorträge und Veranstaltungen:

Emanzipiert oder empört: Wie können wir auf politisch engagierte Kunst reagieren? (Astrid Mania)

21.09.2020

20:00:00–22:30:00

Eine Kunst, die politisch Stellung bezieht oder sogar die Grenze zum Aktivismus überschreitet, sieht sich vielfältiger Kritik ausgesetzt. Hierauf möchte der Vortrag mit einer Einrede antworten und Kunstwerke vorstellen, die politische und ethische Konfliktsituationen so zur Anschauung bringen, dass wir die Möglichkeit haben, oder sogar herausgefordert sind, eine eigene Position zu finden.

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Französische Philosophie in (post)kolonialer Kritik (Michaela Ott)

13.07.2020

20:00:00–22:30:00

Die französische Philosophie des 20. Jahrhunderts hat wie keine andere zur Beachtung des „A/anderen“ aufgerufen und sich selbst an die Grenze des Denkbaren und eurozentrischer Artikulation zu treiben gesucht. Aber so radikal diese Ansätze bis heute erscheinen, so haben sie gerade aufgrund ihres Paradigmenwechsels Entscheidendes nicht wahrgenommen: die mit der Entkolonisierung sich mehrenden anderskulturellen Personen und ihr Wirken auf dem französischen Territorium, mithin die zunehmende politische Heterogenisierung Frankreichs selbst. (Vortrag von Michaela Ott)

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Rem Koolhaas und das Band des Bundes: Die freiwilligen Gefangenen der Demokratie (Sebastian Freiseis)

24.02.2020

20:00:00–22:30:00

In der Diskussion um die Repräsentationsarchitektur der Berliner Republik wird häufig der Anspruch erhoben, dass sie die politischen Ideale des Staates zu spiegeln habe. In seinem Vortrag wird Sebastian Freiseis einen Spaziergang zu den Abgründen unternehmen, die sich beiderseits des Bundeskanzleramts und des Paul-Löbe-Hauses auftun, um den Bedeutungsspielraum auszuloten, der jener dort gebauten Paradoxie innewohnt

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Die Welt als Wunder sehen. Wissenschaft als Verschleierung der Wirklichkeit (Ingrid Korner)

27.01.2020

20:00:00–22:30:00

Eine weit verbreitete Sichtweise des Verhältnisses von Religion und Wissenschaft in der Moderne und darüber hinaus war die sogenannte Säkularisierungsthese. Unter anderen Ludwig Wittgenstein und Martin Buber vertraten dagegen die Auffassung, dass Wissenschaft die Wirklichkeit gerade verschleiere. Ingrid Korner vergleich den Ansatz beider Autoren.

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Zum Theorieprogramm einer postfundamentalen Systemtheorie (Jan Tobias Fuhrmann)

02.12.2019

20:00:00–22:30:00

Niklas Luhmann gab sich radikal konstruktivistisch, indem er behauptete, dass jede Beobachtung eine Unterscheidung benutze, mit der die Welt nicht erreicht werden könne. Die Fundamente der Epistemologie der alteuropäischen Tradition schienenerschüttert durch diese Geste einer postfundamentalen Theoriebildung. Damit setzte er jedoch seinerseits eine fundamentale Unterscheidung voraus, die der Beobachter blind verwenden müsse. Eine postfundamentale Systemtheorie setzt an diesem Punkt an und geht davon aus, dass keine solche "Kerbe" einer blind zu benutzenden Unterscheidung vorliegt.

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Was ist Interpretation? (Carsten Schmieder)

21.10.2019

20:00:00–22:30:00

Meint das Wort auch das, was es sagt? Ist es erst einmal verschriftet, so ist das Mißverständnis zwangsläufig wie allgegenwärtig: Interpretation wäre die Lösung, jenes zu umgehen, doch unklar ist, was diese ist und wie sie funktioniert. Der Vortrag versucht eine historische Annäherung, die voranging auf literarische Texte zielt, wobei den Kern zwei lateinische Gedichte und ihre Interpretationen bilden: Horaz, c. 1,30 und Martial 6,24. (Vortrag von Carsten Schmieder mit anschließender Diskussion.)

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Überlegungen zu einer Kritik algorithmischer Rationalität (Dieter Mersch)

23.09.2019

20:00:00–22:30:00

Dieter Mersch stellt den Prozess der Computerisierung und Digitalisierung in das zurück, wohin er gehört: in das moderne Projekt einer rückhaltlosen Mathematisierung nicht nur sämtlicher Lebensbereiche, sondern vor allem des Denkens, Wissens, Urteilens und Handelns. Er versucht das zu entschälen, was im Gegensatz zur Hypothese der Berechenbarkeit das „Unrechenbare“ genannt werden kann, das sich den Regimen der Zahl vollständig verweigert. Die These ist, dass ein solches anderes Denken bevorzugt der Ästhetik entspringt.

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Das chinesische Menschenbild (Wolfgang Sohst)

17.06.2019

20:00:00–22:30:00

China drängt mit großem Nachdruck in unserer (europäisches) Bewusstsein: politisch, wirtschaftlich, kulturell. Doch obwohl sich Gelehrte des Abendlandes seit mehr als eintausend Jahren um ein Verständnis der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Kulturräumen bemühen, stehen wir doch heute noch in vieler Hinsicht ähnlich fragend und ratlos da wie schon zu Marco Polos Zeiten. Wolfgang Sohst wird in seinem Vortrag auf einige zentrale Begriffe des chinesischen Menschenbildes eingehen.

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Transkulturelle Identitäten (Wolfgang Welsch)

06.05.2019

20:00:00–22:30:00

Identität ist ein komplexer Begriff. Sachgemäße Verwendung hat er nur bei Wesen mit Selbstbezug, also bei Lebewesen. Menschliche, personale Identität ist in hohem Maße der Selbstreflexion verdankt, ist kein dauerhafter Besitz, sondern ein Vollzugsprodukt, schließt immer fiktive Anteile ein, beeinflusst unser Leben und ist von Grund auf nicht eine solipsistische, sondern eine soziale Angelegenheit. (Vortrag von Prof. Wolfgang Welsch)

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Die Geburtsstunde des Ego (Elektra Wagenrad)

18.03.2019

20:00:00–22:30:00

Das Ich-Bewusstsein wäre ohne seine Werkzeuge, die es dem Kernbewusstsein verdankt, nicht in der Lage, zu sagen, dass es bewusst in die innere Abläufe des Kernbewusstseins eingreifen möchte. Wir - unser angenommenes “Ich“ inklusive -wären ohne Kernbewusstsein nicht klüger als die Erde unter unseren Füßen. Das Kernbewusstsein ist also unersetzlich.Gilt das gleiche auch für das erweiterte Bewusstsein und das Konstrukt des Ego?

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