Vergangene Veranstaltungen bei MoMo

MoMo hat bereits eine lange Geschichte. Die Einträge mit rotem Titel betreffen kommenden Veranstaltungen, darunter folgen die früheren Vorträge und Veranstaltungen:

PASOLINI oder Die politische Ökonomie

14.11.2016

20:00:00 - 22:30:00

Anfang November diesen Jahres jährt sich der Todestag von Pier Paolo Pasolini zum 41. Mal, Anlaß genug, nicht nur dieses traurigen Ereignisses, sondern vor allem der Person dieses Dichters, Schriftstellers, Regisseurs, Kritikers und Essayisten sowie seines Werkes zu gedenken. Carsten Schmieder wird in seinem Vortrag die zentralen Topoi der Werke Pasolinis in ihrer gegenwärtigen Relevanz zur Sprache bringen: Arbeit und Gesellschaft, Bürgertum und sozialer Aufstieg, Religion und Glauben, Geld und Liebe.

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Alles nur Machtstreben? Zum Menschenbild von Panajotis Kondylis

Die inzwischen weltweit entflammte Diskussion über die soziale Identität des einzelnen Menschen und ganzer Gesellschaften führt inzwischen auch in Europa zu gefährlichen Verwergungen. Ein belieber Topos in der "Anthropologie" der Neuen Rechten ist die Betonung des Primats des Selbsterhaltungstriebes im Menschen, dessen unmittelbarster Ausfluss ein unstillbares Machtstreben sei. Einer der modernsten Exponenten dieses Menschenbildes ist Panajotis Kondylis (1943-1998), der, obwohl er sich selbst als vollkommen ideologisch abstinent bis zum Nihilismus bezeichnete, durch seine Argumentation doch immer wieder reichlich theoretischen Unterbau für entsprechende politische Kampfgruppen liefert.

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Die Emergenz des Maschinenbewusstseins

19.09.2016

20:00:00 - 22:30:00

Wir oder spätestens unsere Kinder erleben bald die Zäsur, in der Form und Sein neuen Lebens nicht mehr dem Zufall überlassen bleibt, sondern so entsteht, weil dies vom Mensch (der sozusagen an Gottes Stelle handelt) genau so gewollt ist. Doch Computer ohne eigenes Bewusstsein sind Knechte in der Hand ihrer Eigentümer, egal ob sie Roboter steuern, Bitcoins generieren, Dokumente zusammenfassen oder riesige Kapitalmassen in Millisekunden bewegen. Sie ins Gemeinwohl zu überführen, Produktionsmittel dieser Art zu verstaatlichen, könnte für die Aufrechterhaltung der Zivilität der Gesellschaft erforderlich werden. (Vortragender: Thomas Pfanne)

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iMagination: The Friendly Ghost

04.07.2016

20:00:00 - 22:30:00

Grant analytical philosophy of mind, cognitive science, neural networking, and wet and reductively minded neurophysiology these Archimedes levers, and it’s all over but the too-clever-by-half dispositionalization of any remaining shards of occurrent consciousness. The Phlakit Brothers will phenomenologically, analytically, dialectically, and with as lite as possible a dollop of transcendentality, argue that the concept "Imagtination all the way down" (IAWD) naturalistically solves many 2500 year old conundrums in philosophy.

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Caravaggio: „Enfant terrible“ und Revolutionär

13.06.2016

20:00:00 - 22:30:00

Mit Caravaggio tritt ein Paradigmenwechsel in der europäischen Ikonografie ein. Das Design des Manierismus widert ihn an. Mit ihm zieht ein schonungsloser Naturalismus in die Bildgestaltung ein. Er durchbricht die theorielastige, geschwätzige Renaissance und ihr manieristisches Finale mit der zupackenden Kraft einer unmittelbaren Darstellung sozialer Realität. Rainer Reusch führt uns in seine revolutionäre Bildsprache ein.

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Liebe verstehen: Was kann Philosophie uns über Liebe lehren?

09.05.2016

20:00:00 - 22:30:00

Die Liebe treibt uns alle um – die Liebe zu unseren nächsten Verwandten, zu Freunden, aber auch die Liebe etwa zu einem Beruf, einem Hobby, einem Ort, und natürlich die geschlechtliche Liebe, die uns wohl am meisten fasziniert und um die es auch in meinem Vortrag in erster Linie gehen wird. Da es kaum ein Thema gibt, das uns wichtiger ist und uns tiefer berührt, sollte uns die Philosophie, von der wir uns Orientierung im Leben erwarten, etwas über die Liebe zu sagen haben. Aber was kann sie uns lehren?

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Künstliche Intelligenz als fiktionale Erzählung und als wissenschaftliches Forschungsprojekt

11.04.2016

20:00:00 - 22:30:00

In der Künstlichen Intelligenz geht es um die uralte philosophische Frage, wer bzw. was wir Menschen sind und sein können, als Individuen und als Spezies. Sind wir wirklich in der Lage, eine künstliche Intelligenz zu erschaffen, die intelligenter ist als wir selbst? Was kann das Individuum und was kann die Menschheit als Ganzes erreichen? Die Antwort, die wir uns auf diese Fragen geben, bestimmt das Selbstbild, das wir von uns haben. (Vortrag von Henri Schmitt.)

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Hutchins: Computation as Navigation

07.03.2016

20:00:00 - 22:30:00

Edwin Hutchins, a professor and the former department head of cognitive science at the University of California, San Diego, is one of the main developers of distributed cognition. His computational account is a reminder of the explanatory advantages of the concept of distributed cognition. This lecture is emphasising the general computational account through the example of nautical navigation, including field research on non-western navigation and the interpretational outcomes. (Lecturer: Auris Lipinski).

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Politische Entfremdung in demokratischen Verhältnissen

08.02.2016

20:00:00 - 22:30:00

Gerade in demokratischen Verhältnisse soll die politische Betroffenheit in eine freiheitliche Bedeutung umgemünzt werden. Den guten Vorsätzen entgegen teilen jedoch nicht wenige Menschen Gefühle der Ohnmacht und Gleichgültigkeit gegenüber dem politischen Geschehen. Dadurch erscheint insbesondere die Ebene professionalisierter Politik als unzugängliche, fremde Macht. Kristoffer Klement fängt diese Phänomene mit dem Begriff politischer Entfremdung ein und untersucht, wie es dazu innerhalb der Strukturen und Prozesse politischer Kommunikation kommt. (Eine Veranstaltung gemeinsam mit PhilCA [Philosophie unter Freunden], Berlin).

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Der physikalische Irrsinn: Das Davidson-Programm

11.01.2016

20:00:00 - 22:30:00

Donald Davidson hält den Physikalismus für einen der hartnäckigsten philosophischen Verblendungen. Diese naturwissenschaftliche Haltung birgt den Skandal der vollständigen Reduktion all dessen, was wir mit der Sphäre des Geistigen verbinden: die Autonomie des Menschen, die Freiheit seiner Entscheidung, die selbständige Gestaltung der Symbolisierungen, die erfinderische Leistung der Kreativität, das Gebot der ethischen Verantwortung. Rainer Reusch eläutert die Position von Davidson anhand der Kunstauffassung von Gerhard Richter.

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