Meta-Hedonismus

Wie kann Gesellschaft einen Sinn haben?

Das 'Wir' lebt nicht vom Zweck allein
Das 'Wir' lebt nicht vom Zweck allein

Es gibt Grundfragen des sozialen Zusammenlebens von Menschen, die notorisch schwer zu beantworten sind. Überhaupt eine Antwort auf sie zu geben ist bereits schwierig, und unter den möglichen Antworten, sofern sie halbwegs plausibel sind, die bessere oder beste von den schlechteren zu unterscheiden, bleibt häufig dem subjektiven Belieben überlassen. Zwei solcher besonders schwierigen Fragen lauten:

  1. Was ist der Sinn eines bestimmten Kollektivs, z.B. einer Familie, eines Sportvereins oder einer ganzen Gesellschaft?
  2. Gibt es absolute Verhaltensmaßstäbe (Moral) für ein solches Kollektiv?

Nun scheint die erste Frage auf den ersten Blick leicht beantwortbar zu sein. Diese Leichtigkeit verdunstet allerdings, sobald man den Sinn eines Kollektivs von seinem Zweck unterscheidet. Der Zweck einer Familie mag in Kulturkreisen, in denen das Fortbestehen der verwandtschaftlichen "Linie" sehr wichtig ist, die Fortschreibung dieser "Linie" sein wie z.B. in vielen ostasiatischen Gesellschaften. In der heutigen europäischen Tradition steht vielleicht eher das Aufgehobensein der Kinder im Mittelpunkt eines Familienzwecks. Der Zweck des Sportvereins wiederum dürfte klar sein. Aber der Zweck einer ganzen Gesellschaft? Ist es die Sorge für das Wohl ihrer Mitglieder, die ihren Zweck bestimmt? Wenn ja, warum kümmern sich so viele Gesellschaften dann so wenig um dieses Wohl des Einzelnen unter ihnen?

Sinn und Zweck sind etwas Verschiedenes

Aus dieser Perspektive wird die Frage nach dem Sinn solcher Kollektive noch rätselhafter. Was soll überhaupt mit 'Sinn' eines Kollektivs gemeint sein außer seinem Zweck? Nun, der Zweck ist doch wie ein Pfeil, der auf ein Ziel weist. Der Sinn wäre folglich der Existenzgrund für ein solches Kollektiv, der auf kein Ziel verweist, sondern an sich selbst einfach durch die bare Existenz des jeweiligen Kollektivs selbst schon immer realisiert ist. Gibt es einen solchen Sinn überhaupt?

Ja, mit Sicherheit. Am einfachsten lässt sich dies zeigen, wenn wir einen solchen kollektiven Sinn auf das einzelne Mitglied abbilden. Dazu zunächst zurück zum Zweck. Hat ein bestimmter Mensch einen Zweck? Ja, wenn wir seine gesellschaftlichen Rollen als Arbeitnehmer, Führungskraft, Fürsorgender etc. betrachten. Aber ist ein Mensch an sich selbst damit vollständig definiert? Wohl kaum. Das beginnt schon damit, dass es etwas seltsam klingt, nach dem 'Zweck des Menschen' zu fragen und dabei 'Mensch' als Gattungsbegriff zu verstehen. Sollte 'der Mensch' als Gattungswesen überhaupt einen Zweck haben, so müssten wir ihn wohl kulturrelativ aus der Rolle heraus verstehen, die ihm eine göttliche Autorität zugewiesen hat. Aber wie gesagt, auch hier unterwerfen wir das Wesen 'Mensch' einem Ziel seiner Existenz, d.h. wir instrumentalisieren ihn. Dagegen ist der Sinn des einzelnen Menschen genauso wie eines ganzen Kollektivs die Frage nach ihrem nicht-instrumentellen Existenzgrund.

Der Sinn des Einzelnen und der Sinn der Vielen

Hat das Leben eines Menschen einen absoluten Sinn? Wenn sich diese Frage plausibel mit 'ja' beantworten lässt, dürfte die entsprechende Antwort auch für menschliche Kollektive gelten. Es gibt aber auch hier Unterschiede, wie sich gleich zeigen wird. Der Sinn des Lebens eines einzelnen Menschen, fern aller instrumentellen Zweckunterwerfung durch Götter oder andere Menschen, also sein Eigen-Sinn, kann nur in der Lebensbejahung dieses Menschen selbst liegen. Wenn dieser Schluss gilt, dann übrigens nicht nur für den Menschen, sondern für jedes Lebewesen, das zur Bejahung seines eigenen Lebens imstande ist. 'Bejahung' heißt freilich nicht, dass jemand auf eine entsprechende Frage mit 'ja' antwortet, sondern dass jenes Lebewesen, sei es Mensch oder nicht, schlicht und einfach leben möchte und dies dadurch zeigt, dass es das Weiterleben seinem einfachen Absterben vorzieht, z.B. indem es sich Nahrung und andere Freuden seines Lebens sucht.

Übersetzt auf ein menschliches Kollektiv stehen wir damit allerdings vor einer weiteren Komplikation. Kollektive, zumindest die nicht organisierten wie z.B. ein Familienverband oder eine ganze Gesellschaft, haben zunächst oder an sich keinen körperschaftlich organisierten, einheitlichen Willen. Das reine Aggregat ihres Zusammenlebens ist noch keine Organisation wie z.B. der Staat, der aus einer Gesellschaft hervorgeht oder das Unternehmen, dass aus dem körperschaftlich vereinigten Willen seiner stakeholder (Kapitaleigner, Arbeitnehmer etc.) entsteht. Folglich kann das reine Kollektiv als noch nicht organisiertes Aggregat von Individuen auch nichts bejahen, nicht einmal sich selbst. Wohl aber gibt es die permanenten Interaktionen seiner Mitglieder, die zumindest eine Art gemeinsamen Empfindens ihres Kollektivzustands produzieren können. Es entsteht in solchen nicht organisierten Kollektiven also eine Art 'Stimmung', die für Außenstehende sehr deutlich spürbar und für die Mitglieder selbst ein unmittelbares Kriterium ihrer Identifikation mit diesem Kollektiv sein kann. Eine solche Stimmung wird viele konkrete Gründe haben, beginnend mit den Verhaltensregeln, die in diesem Kollektiv gelten, bis hin zu den materiellen Verteilungsgegebenheiten der ihnen verfügbaren Güter. Diese Stimmung ist also ein Maßstab für den Wert und damit auch für den Sinn, den ein Kollektiv in den Augen ihrer eigenen Mitglieder und auch Fremder hat. Wert erzeugt unmittelbar Sinn. Der Sinn eines Kollektivs, so verstanden, ist also die Gestalt und die Intensität des integralen Wertes, der einem Kollektiv an sich, noch vor aller instrumentellen Zweckbestimmung, zukommt.

Das höhere Vergnügen

Ein solcher Wert-Sinn ist freilich hedonistisch geprägt: Er hängt vom Gefallen, genauer: vom fortlaufenden Gewinn an Lebensfreude ab und ganz allgemein von der positiven Einstellung der Mehrzahl der Individuen zu ihrem Kollektiv. Ein solcher Hedonismus unterscheidet sich deutlich von jenem des Einzelnen. Die kollektive Lebensbejahung in Bezug auf die Existenz dieses Kollektivs (unbeschadet aller Klagen über einzelne Missstände) ist in Form und Inhalt etwas ganz anderes als die individuelle Lebensbejahung irgendeines Lebewesens, das ja gar kein Mensch zu sein braucht. Die kollektive Sinnerfahrung ist dagegen etwas notwendig Menschliches, weil sie von der symbolischen Abbildung oder Reflexion des jeweiligen Kollektivs auf und durch seine Mitglieder abhängt. Diese Art von Hedonismus bezeichne ich als Meta-Hedonismus. Seine Steigerung oder Optimierung ist zwar heute (keineswegs zu allen Zeiten und überall) das ständige Bemühen solcher Kollektive, insbesondere ganzer moderner Gesellschaften. Der Sinn des Kollektivs, so betrachtet, hängt aber keineswegs von der Verfolgung irgendwelcher Verbesserungsziele ab. Sein tatsächlich empfundener, lebendiger Sinn ist vielmehr immer schon im Voraus gegeben und muss dies auch sein, sonst gäbe es nämlich gar nichts, was zu verbessern sich lohnte. Im Meta-Hedonismus realisiert sich also der Eigenwert eines symbolisch verfassten, d.h. menschlichen Kollektivs.

Nach Beantwortung der ersten der beiden eingangs gestellten Fragen ist nun auch eine Antwort auf die zweite einfacher. Die Verhaltensmaßstäbe eines Kollektivs zur Erhaltung und Fortschreibung seines Eigenwerts sind nie und nirgends für die Ewigkeit festgeschrieben. Das heißt allerdings nicht, dass sie in der Eigenwahrnehmung ihrer Anhänger nicht dennoch im jeweiligen Zeitraum ihrer Geltung absolute Geltung beanspruchen können. 'Absolut' heißt dann lediglich und in einem ziemlich schwachen Sinne, dass es zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort und in einer bestimmten z.B. gesellschaftlichen Situation einfach keine Alternative zu den genau hier und dann geltenden Verhaltensregeln und ihren Maßstäben gibt. Dieser Fall liegt z.B. (und mindestens) im westlichen Kulturkreis hinsichtlich der sog. Menschenrechte vor. Innerhalb des Geltungsbereichs des deutschen Grundgesetzes dürften wiederum die Grundrechte der Art. 1 bis 20 des Grundgesetzes solche absoluten, weil jetzt und hier faktisch alternativlosen Verhaltensgrundsätze sein. Ein solches Verständnis des Wortes 'absolut' ist freilich schwach, eben weil es am Ende nur 'im Moment und subjektiv alternativlos' heißt. Aber mehr Geltungsanspruch dürfte zumindest in einem säkular definierten Kollektiv, insbesondere wenn es so groß ist wie eine große moderne Gesellschaft, nicht realisierbar sein.

Die permanente Arbeit am 'Wir'

Und man vergesse nicht, dass solche Kollektive historisch noch viel größer sein konnten als diejenigen Gesellschaften, die heute fast überall mit ihrem jeweiligen Staat und der irgendwie dazwischengebastelten Vorstellung von 'Nation' zusammenfallen - und viel besser begründet als jene. Das alte corpus mysticum der Christenheit war über ein Jahrtausend lang und über ganz Europa hinweg das primäre Kollektiv, dem sich seine Mitglieder vor allen anderen bis auf die engste Verwandtschaft zugehörig fühlten, d.h. es stiftete die symbolisch primäre Identität. Im Sinne des vorstehenden Modells waren das alteuropäische und das formal ähnliche, inhaltlich dagegen ganz anders begründete Kollektiv des chinesischen Kulturkreises die größten und mit Abstand dauerhaftesten meta-hedonistischen Formen menschlicher Sozialität. Und ihre sittliche Ordnung war eine absolute, auch wenn sie heute nicht mehr alternativlos für uns gilt. Eine solche Ordnung wird sich aber auch unter ständig wandelnden Umständen neuerlich finden lassen, wenn sich das jeweilige Kollektiv, also das allgemeine 'Wir', im Sinne einer meta-hedonistischen Bejahung seiner Existenz weiterhin auf sich selbst versteht, buchstäblich. Das ist die existenzielle Arbeit, die jede kulturelle Epoche leisten muss, damit sich ihre Zeitgenossen als Teile eines Größeren verstehen lernen. (ws)

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